1. Platz
Kategorie 1
Drei Augenpaare sahen mich an, jedes so voller Hoffnung, jedes mit seinen ganz eigenen Wünschen und Träumen. Nubifel schwebte auf seiner Wolke vor mir umher, dabei funkelten mir seine Augen erwartungsvoll entgegen. Ganz anders Linara, das am Boden saß, aufmerksam beobachtete und dabei die Ohren hin und wieder in die Richtung wendete, aus denen gerade Geräusche zu vernehmen waren. Auf der ganz rechten Seite stand Bronkus. Es hüpfte voller Tatendrang auf und ab, als wolle es mir beweisen, es wäre kampfbereit und gab dabei ab und zu unverständliche Laute von sich. Heute war der Tag gekommen, dass ich mein erstes Pokémon auswählen sollte. Um ehrlich zu sein, die Entscheidung fiel mir nicht leicht, obwohl ich die letzten Wochen immer wieder intensiv darüber nachgedacht hatte. Ursprünglich wollte ich Bronkus, weil es einfach cool war, dann wieder Nubifel, weil es süß war und mein letztes Gefühl sprach für Linara, weil es elegant und abgeklärt wirkte. Doch in dem Moment, als ich vor den drei Wesen stand, von denen eines mein zukünftiger Partner und Wegbegleiter werden sollte, hätte ich am liebsten alle drei genommen. Es ging nicht mehr darum, dass mein Pokémon besonders toll, hübsch, stark oder ähnliches war. In diesem Augenblick verstand ich, dass sie ganz individuelle Charaktere waren und sie mehr ausmachte, als nur äußerliche Erscheinungsbilder. Was nützte es mir, wenn mein Pokémon stark war, ich jedoch mit ihm keine gemeinsamen Erwartungen teilte und wir auf unseren Reisen miteinander keine Freude hatten? Erneut blickte ich in die Runde und sah auch kurz Professor Palm an, der mich geduldig beäugte und darauf wartete, dass ich meine Entscheidung treffen würde. Welches dieser drei Pokémon passte zu mir? Ich selbst war schon immer ein abenteuerlustiger Mensch gewesen und liebte die Natur, aber manchmal musste ich mich auch von allem zurückziehen, etwas Ruhe einkehren lassen und mich besinnen. Dieses Wechselspiel aus Offenheit und Zurückgezogenheit zeichnete mich aus, weshalb ich entschied, dass mein Partner ähnliche Eigenschaften haben sollte, um mich zu verstehen und auch, nicht zu vergessen, damit ich ihn verstehen konnte. Ein drittes Mal ließ ich meinen Blick über die Drei schweifen. Bronkus war zwar stark und abenteuerlustig, aber doch schien es sehr aufgedreht zu sein – so entschloss ich mich zwischen Linara und Nubifel zu entscheiden. Nubifel war wirklich toll, ich mochte sein Erscheinungsbild und es fiel mir in diesem Moment unglaublich schwer eine Entscheidung zu treffen, doch ich erkannte, dass hinter Linara mehr war, als das, was ich sehen konnte. Es schien vorsichtig, bedacht, zeigte keine Gefühlsregung und war mindestens genauso geduldig wie Professor Palm, obwohl meine Entscheidung sein Leben genauso beeinflussen würde wie meines. Etwas musste da sein und auf einmal wollte ich genau diesem besonderen Charakteristikum von Linara auf den Grund gehen. Ich drehte mich zu Professor Palm und verkündete ihm, dass ich Linara als mein erstes Pokémon gewählt hatte. Ich war mir sicher, diese Entscheidung kam von Herzen und war richtig.
Kategorie 2
Warm und hell strahlte die Sonne vom Himmel, als ich mit Linara mein Heimatdorf verließ. Die Reise mit meinem kürzlich gewählten Partner hatte begonnen und ich war voller Tatendrang. Wie lange hatte ich mich danach gesehnt? Nicht nur geträumt hatte ich von den vielen Abenteuern, die es zu erleben galt, ich hatte auch viele Artikel über die Städte in Finovia gelesen und mir die Daten all jener Pokémon angesehen, die in dieser Region lebten. Um nicht zu hetzen und den Beginn meiner Reise zu genießen, setzte ich mich auf ein schattiges Plätzchen unter einem großen Kastanienbaum und beobachtete Linara, das die Gegend erforscht. Während ich so meinen Gedanken nachhing, überlegte, was ich als nächstes tun wollte und die Sonne auf meinem Gesicht spürte, änderte sich auf einmal etwas. Zu meiner Rechten gab es einige Felsen und von dort kam eindeutig ein Luftzug, der mich verunsicherte und anscheinend nicht nur mich. Linara war an meine Seite gekommen und legte seine Tatze auf meinen Oberschenkel, während es behutsam lauschte. Ich hob meinen Partner auf meine Schultern und begab mich zu den Felsen, um dem Grund für den Luftzug auf die Spur zu kommen. Als ich durch den Spalt spähte, entdeckte ich eine Gruppe an mysteriös gekleideten Leuten, die offensichtlich Wasserproben aus einem kleinen und glasklaren See nahmen. Jedoch erweckten sie nicht den Eindruck, als würden sie es mit gutem Grund tun, denn sie tuschelten aufgeregt und hatten einige seltsam anmutende Gerätschaften im Schlepptau, die nichts Gutes verhießen. Ein Blick zu Linara bestätigte meine Annahmen. Es hatte das Fell gesträubt, die Krallen ausgefahren und funkelte mit bösem Blick hinüber zu der kleinen Menschenansammlung. In selben Moment tauchte ein Geräusch auf, welches immer lauter wurde und zu meinem Entsetzen gleichzeitig auch näher kam. Ein Blick in den Himmel genügt, um festzustellen, dass ein Hubschrauber angeflogen kam, auf dessen Seite ein großes „W“ prangte. Darauf konnte ich mir keinen Reim machen. Der Hubschrauber landete neben dem See und die Personen fingen an ihre Utensilien einzuladen. Schon nach 5 Minuten war das ganze Schauspiel beendet und mitsamt den Personen hob der Hubschrauber wieder ab und flog gen Norden davon. Immer noch wie gebannt von diesen merkwürdigen Ereignissen stand ich da; ich hatte nicht einmal bemerkt, dass Linara von meinen Schultern gesprungen war, um die Leute besser sehen zu können. Was hatten diese Personen vor? Warum nahmen sie Wasserproben aus diesem See hier, so abseits der großen Städte? Und was bedeutet überhaupt „W“? Auf all diese Fragen sollte ich bald Antworten bekommen, die mir überhaupt nicht gefallen würde… Mit Linara verließ ich die Route und machte mich auf zu ersten größeren Stadt.
Kategorie 1
Nubifel träumt gerade ganz verschlafen vom Mittagessen, das es wohl bald geben würde, als es ein intensives Kitzeln verspürt. Verwundert macht es die Augen auf, sieht sich um und bemerkt, dass es auf der Türklingel liegt. Es rückt ein Stückchen zur Seite und senkt seinen Kopf zurück auf den Wolkenkörper, um im nächsten Moment schon wieder hochzuschrecken. Klopf, klopf, klopf macht es an der Tür zum Labor des Professors. Während unser Held dort nur einen Augenblick zuvor stoppte, kommt im Raum dadurch gerade Hektik auf. Bronkus, der vor dem Kühlschrank steht und ihn zu öffnen versucht, lässt davon ab und läuft auf die Tür zu. Von der Gegenseite klopft er nun ebenfalls dagegen, während Nubifel sich verängstigt in die freigewordene Küche zurückzieht und unter dem Tisch versteckt. Nur Linara lässt sich von all dem noch nicht aus der Ruhe bringen. Es lässt sich gerade auf der Fensterbank vor dem Schreibtisch sonnen und sieht dem Professor zu, der gerade ganz vertieft in seine Arbeit ist. "Hat Bronkus denn gerade wieder seine narrischen fünf Minuten", denkt es sich, "dabei bin doch ich das katzenartige Wesen und nicht er". Es gähnt kurz, macht einen Buckel und miaut den Professor an. Dieser schaut auf die Uhr und denkt sich, dass die Zeit wieder einmal schnell vergeht. "Hast du Hunger? Komm, gehen wir in die Küche..." sagt er und bemerkt dann erst den Krach im Labor. Was ist denn da los? Eilig schreitet er zur Tür und öffnet sie unserem Helden: "Hallo! Ich wollte gerade Mittagessen herrichten. Hast du auch Hunger?". Kurze Zeit später sitzen sie rund um den Tisch und der Professor erklärt: "Ich habe diese drei jungen Pokémon erst letzte Woche gefangen und eines davon möchte ich dir anvertrauen. Das Nubifel ist ein kleiner verschlafener Angsthase, der Kämpfen normalerweise aus dem Weg geht und sich auch gerne in seiner eigenen Wolke versteckt. Wenn es aber angegriffen wird, schlägt es dort zu, wo es am meisten weh tut und überrascht damit seine Gegner. Bronkus hingegen ist ein draufgängerischer Kraftprotz, der gerne nach der Haudrauf-Methode kämpft, dabei aber manchmal die Taktik ganz vergisst. Wenn du es trainierst, kannst du aber noch viel Freude und Erfolg damit haben.". Während er sich einen Schluck Beerensaft genehmigt, fällt ihm unser Held ins Wort: "Ach, am liebsten hätte ich ja ein mutiges und kluges Pokémon, das gerne kämpft und eine gute Mischung aus Kraft und Strategie beherrscht". Der Professor schmunzelt: "Hättest du mich nicht unterbrochen, wüsstest du jetzt schon wen du nehmen solltest. Ich wollte dir gerade von Linara erzählen: wenn du dieses graziöse Pokémon genauer betrachtest, wirst du unter dem Fell die Muskel erkennen. Es ist noch jung und mit etwas Training kann es seine Kraft sicher noch erhöhen. Außerdem lässt es sich durch nichts aus der Ruhe bringen und analysiert blitzschnell die Situation, um dann gezielt zum Angriff zu schreiten.". Unser Held sieht es sich an, da springt es auch schon auf den Schoß, beschnuppert ihn und maunzt. "Das ist es", sagt er...
Kategorie 2
Alles deutet auf einen schönen Sommernachmittag hin, als unser Held die Tür hinter sich schließt. Die Sonne strahlt auf sein Gesicht und er muss sofort geblendet blinzeln. Mit Linara an seiner Seite schreitet er fröhlich pfeifend den Weg entlang. Nur kurz sieht er zu seiner Begleitung herab und muss sich wundern. Ihr Körper ist angespannt, die Ohren und die Schnurrhaare nach vorne gerichtet, der Schwanz wedelt unruhig hin und her. Da springt Linara auch schon los und läuft auf einen Baum zu, ein Stück hoch und wieder herunter, läuft weiter zum nächsten Baum und wiederholt das Spiel ein paar mal. Inzwischen kommt auch unser Held herbeigeeilt und will es beruhigen. "Was hast du denn? Jagst du jetzt Vögel?" fragt irritiert und auch leicht genervt, denn eigentlich hat er es eilig und kann es gar nicht gebrauchen, dass sein erstes Pokémon gerade jetzt nicht folgsam ist. "Da ist nichts... komm lass uns gehen...", sagt er, ohne eine Reaktion darauf zu erhalten. Doch der erste Eindruck kann täuschen, und so wird unser Held hellhörig. Er muss feststellen, dass er gar nichts hören kann. Es zwitschern keine Vögel, es fliegen keine aufgeregt davon, obwohl sie durch Linara doch gerade aufgeschreckt werden hätten müssen. Es gibt überhaupt keine Geräusche zu hören, die Gegend wirkt total ausgestorben. "Sehr ungewöhnlich", murmelt er mit piepsiger Stimme und bekommt es langsam mit der Angst zu tun. Irgendetwas stimmte hier ganz eindeutig nicht. Da kann er auch schon die ersten schwarzen Schatten aus dem naheliegenden Wald huschen sehen. Schnell versteckt er sich hinter einem alten mächtigen Baum mit dickem Stamm und weit herabhängenden Ästen mit dichten Blättern. Ganz vorsichtig lugt er dazwischen hindurch, und erkennt vier Bronkus, die sich in seine Richtung bewegen. Nur kurze Zeit später sind er und Linara von jeder Seite umzingelt, da tauchen auch schon die Schatten aus dem Wald auf. Es sind fünf schwarz verhüllte Gestalten, die direkt auf ihn zu schreiten. "Wenn das nur gut geht", seufzt er, schließt die Augen kurz und atmet tief durch.
3. Platz
Kategorie 1
Mit einem lauten Knall sprang die Türe auf und der Professor stürmte in sein Labor. Er warf ein paar hektische Blicke durch den Raum, bis er den Jungen bei einem der Bücherregale entdeckte. Dieser drehte sich zu dem Professor um, der mit langen, stolzen Schritten auf ihn zu lief und ihn mit ausgebreiteten Armen unter einem Schwall von Wörtern begrub.
In der Dunkelheit hinter dem Bücherregal blitzte ein Augenpaar auf. Ein orangeroter Schemen wiegte sich nervös hin und her und paffte vor Aufregung kleine Dunstfetzen in die Luft. Zitternd schob die kleine Gestalt ihre wabernden Wolkenarme am Holz entlang. Jetzt? War der richtige Zeitpunkt schon gekommen? Kleinen Fingern gleich krallten sich schmale Wolkenfetzen um die Regalkante. Wie spät war es schon? Ganz langsam tauchte ein oranges Ohr hinter dem Regal auf. Das Wesen schob sich vorsichtig immer weiter, bis es mit einem Auge um die Ecke lugen konnte. Sein Blick zuckte hin und her. Computer. Bücherstapel. Beine in Jeansstoff. Eine halb offene Tür. Beine...
Blitzartig zuckte der kleine Kopf zurück, als sich die Menschen in Bewegung setzten. Der Laborkittel der Professors blies im Vorbeigehen die Dunstschwaden auf, blieb dann abrupt vor dem wolkigen Wesen stehen. Erschrocken schielte das kleine Geschöpf auf den weißen Stoff, während es sich mit aller Kraft gegen die Regalwand presste. „Dieses verdammte Nubifel“, tönte eine tiefe Stimme, „Es ist schon wieder aus seinem PokéBall entwischt!“ Der Dampf kroch durch das Holz. In dem Moment, in dem der Kittel herumwirbelte, folgte der kleine Körper seinem wolkigen Anhängsel durch die Wand und hinterließ nur einen dünnen, kaum sichtbaren Dunstfaden.
„Es kann nicht weit gekommen sein!“, schallte es über das Regal hinüber und laute, hektische Schritte kündeten davon, dass die Menschen die Jagd eröffnet hatten. Aber das Nubifel dachte gar nicht daran, zu fliehen. Ruhig schwebte es an den Büchern entlang und wartete. „Na, ich weiß nicht, ob ich so ein Pokémon überhaupt gebrauchen kann“, murmelte eine höhere Stimme. „Ja, das stimmt wohl – es ist im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich flüchtig...“ Als die beiden Menschen wieder in den vorderen Teil des Labors kamen, flitzte das Nubifel blitzschnell über das Regal hinweg und kroch im Schutze des dämmrigen Lichtes zwischen die Dachbalken.
Während unten der Professor unter seinem Schreibtisch verschwand, tastete sich das kleine Pokémon im Gebälk mit dunstigen Ärmchen nach vorne, bis es genau über dem unschlüssig in der Gegend stehenden Trainer war. Jetzt war es an der Zeit. Ein schmaler Dunstfaden kroch unaufhaltsam auf den Jungen herunter, kroch an seinem Ohr vorbei direkt unter seine Nase. Mit vor Erregung weit aufgerissenen Augen starrte das Nubifel aus dem Dachgebälk herunter. Der Junge atmete ein. Das Pokémon atmete erleichtert aus. Bald würde es wieder zuhause sein.
„Da ist es ja!“ Vor dem angehenden Trainer schwebte in einer Wolke das Nubifel, das schönste Pokémon, das er in seinem Leben je gesehen hatte. Flüchtig hin oder her, dieses strahlende Wesen musste er haben! „Ich nehme Nubifel“, sagte er. Der Professor sah nicht in seine Augen, die wie von Dunstschwaden verhangen waren.
Um 76 Wörter gekürzt, die der Text zu lang war XD Was das harmlose kleine Nubifel mit dem hypnotisierten Trainer so alles vorhat, erfahren wir hoffentlich noch an anderer Stelle!
Kategorie 2
Nubifel jagte nach draußen. Die herrliche, frische Luft der Freiheit! Wie berauscht trudelte das kleine Pokémon durch die Gegend und paffte vor lauter Freude Nebelkringel in alle Richtungen. Jetzt, wo es den Trainer in der Hand hatte, brauchte es nichts mehr zu befürchten. In Windeseile würde es wieder zuhause sein! Überglücklich rauschte es um den Kopf seines neuen Besitzers und dann die Straße herunter. Doch dann spürte es plötzlich ein starkes Ziehen am ganzen Körper. Für einen kurzen Moment war das ganze Dorf in grelles rotes Licht getaucht, dann wurde Nubifel schwarz vor Augen.
Als es wieder zur Besinnung kam, befand es sich auf einer kleinen Wiese. Vor ihm stand der Junge, der mit einer Mischung aus Verärgerung und Angst auf es herabsah. „Nubifel! Ich habe gesagt, du sollst angreifen! Hörst du nicht?“ In einiger Entfernung stand ein Mann in zerschlissener Kleidung, zu dessen Füßen eine große schwarze Katze kauerte, die entfernt an eines der anderen Pokémon aus dem Labor erinnerte. „Es ist wohl den PokéBall noch nicht gewöhnt“, bemerkte der Mann mit dunkler, samtener Stimme.
Der Junge fuhr gehetzt zu dem Kerl herum. „Lassen Sie uns in Ruhe“, rief er und bemühte sich, eine überlegen Pose einzunehmen, obwohl er wahrscheinlich selbst wusste, dass sein wolkiger Gefährte gegen das Pokémon seines Gegenübers nicht den Hauch einer Chance hatte. Nubifel triumphierte innerlich. Das Pokémon störte es nicht. Ohne seinen Trainer konnte es gar nichts ausrichten.
Geschwind schwebte es zu dem Mann hinüber, bis es direkt vor ihm war, und nahm eine kampfbereite Pose ein. „Du brauchst nicht kämpfen, wenn du nicht willst“, sagte dieser sanft, „ich werde euch nicht herausfordern.“ Nicht? Nubifel warf dem Jungen einen irritierten Blick zu. War das doch kein Kampf? Das machte es natürlich schwieriger.
„Ich weiß doch, worauf es bei Typen wie Ihnen hinausläuft!“, ließ sich der Junge von hinten vernehmen, „erst erzählen Sie den Leuten, was für Talente in ihnen schlummern und versprechen ihnen die große Karriere, und am Ende werden sie doch alle zu gehirngewaschenen armen Idioten, die Sie für irgendwelche gemeinen Zwecke missbrauchen! Ich habe über Sie in der Zeitung gelesen!“
Der Mann mit dem Katzenpokémon verzog das Gesicht zu einem schmerzerfüllten Grinsen. „Das ist nicht wahr“, behauptete er dennoch und setzte zu einer Erklärung an. Nubifel beschloss, es auszunutzen, dass seine Aufmerksamkeit nun wieder dem Jungen galt, und schwebte langsam näher an sein Gesicht heran. Während es sich bemühte, möglichst unbeteiligt auszusehen, wanderte ein Dunstfaden von seinem Wolkenkleid auf die Nase des Mannes zu. Als der gefährliche Nebel gerade sein Ziel erreicht hatte, brach der Mann seine Rede abrupt ab und atmete scharf aus, sodass sich der Dunstfaden wirbelnd auflöste. Nubifel wich erschrocken zurück, als es merkte, dass der unheimliche Kerl es anstarrte. Nervös zog es sich in die Nähe seines Trainers zurück.
„Du bist wirklich ein hoffnungsloser Fall“, wandte sich der Mann wieder an den Jungen und sah ihn lauernd an, „aber du hast da ein interessantes Pokémon bei dir. Irgendwann wirst du dich noch an uns erinnern.“
Haha, und wieder musste gekürzt werden X)