Ergebnisse: Wettbewerb #17: Die Trainerschule

1. Platz

Martin 1. Platz

Kategorie 1

Ferribellung: Lange Zeit dachte man, dass dieses hundeartige Pokemon unverwundbar sei. Doch ähnlich wie Achilles an der Ferse kann es mit brennenden Pfeilen besiegt werden, die in die Atemlöcher seines Panzers geschossen werden.

Name: Ferrum (Eisen) + Bellen (-> Hund) + Nibelungen (Sage)

Kategorie 2

In den 80er-Jahren erlebte die Industrie von Finnova eine Blütephase. In einer abgelegenen Region entstand ein riesiger Gewerbepark mit Produktionsanlagen, um die gesteigerte Konsumnachfrage in allen Handelssparten abdecken zu können. Durch große Konkurrenz und ständigem Preisdruck kam es aber bald zu einer Wirtschaftskrise. Die meisten Hersteller ließen ihre Fabriken nicht mehr regelmäßig warten und nahmen Sicherheitsrisiken zugunsten des Gewinns in Kauf. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kam es zur Explosion eines Kessels und zum Austritt einer gigantischen Menge hochgiftiger Chemikalien in die Atmosphäre. Die freigesetzte Wolke verbreitete sich noch Kilometer, bis das Unglück unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 3000 Hektar Land verseucht. Die anschließend eingesetzte Untersuchungskommission fand heraus, dass bereits davor jahrelang giftige Abwässer in das Grundwasser versickert waren und in Folge dessen wurde von der Politik beschlossen, das Gebiet abzusiedeln und zum Sperrgebiet zu erklären. Unter und um gefährliche Fabriken herum wurden Wannen und Mäntel aus Stahlbeton gebaut. Seitdem ist das Gebiet von Menschen unbewohnt. Zahlreiche Gift-Pokémon, die davor von Menschen aus Ekel vertrieben und getötet wurden, haben dort eine Heimat gefunden. Nicht zuletzt deshalb wird inzwischen darauf verzichtet, dieses Gebiet zu sanieren, um den gefährdeten, aber nicht gefährlichen Arten einen Lebensraum zu bieten. Auch künstlerisch bieten sich tolle Bilder von der Landschaft, zu den Highlights zählen die mit Schlingpflanzen überwucherten Verwaltungsgebäude und bunt gefärbte Seen. Ein Kunstprojekt im letzten Jahr hat damit begonnen, die Betonmäntel der Fabriken durch Anbauten wie Pokémon-Figuren zu gestalten. So kann man Pikachu bereits aus dem Weltall erkennen.

Kategorie 3

Ich stapfte wieder einmal durch die Straßen Finnovas, nicht weit vom Stadtrand entfernt. Eigentlich wollte ich schon wieder umdrehen, doch aus einiger Entfernung sah ich einen schwarzen Wagen, der am Straßenrand stand und durch ein scheinbar fehlendes Kennzeichen meine Neugier weckte. Also ging ich noch weiter und versuchte unauffällig durch die Scheiben zu blicken, doch dafür waren sie zu sehr getönt. Trotzdem war ich mir ziemlich sicher, dass ich einen Schatten am Steuer erkennen konnte und auch der Motor lief am Stand. Langsam spürte ich meine Füße schmerzen und beschloß deshalb zur Bushaltestelle zu gehen. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer Bank vorbei, in die gerade ein dunkel gekleiderter Mann durch die Tür ging. Ich bildete mir noch ein, dass ich das Gesicht schon einmal gesehen hatte und beim Hinterherdrehen konnte ich aus den Augenwinkeln noch ein W erkennen. Doch längst war ich zu müde und unmotiviert, um mir weiter Gedanken darüber zu machen. Die Bushaltestelle war schon in Sicht und eine ganz andere Bank viel interessanter: die Sitzbank. Wie am frühen Abend üblich, waren die Intervalle schon etwas ausgedünnt und es sollte noch 15 Minuten bis zum Eintreffen des Bus dauern. Etwas verträumt starrte ich in die Ferne, der Blick schweifte mal hier und mal dort hin. In die Beschaulichkeit der Landschaft mischte sich ein Motorengeräusch, doch es war nicht der erwartete Bus, sondern der schwarze Wagen. Langsam rollte er los, während der Mann mit dem W und jetzt auch noch einem Sack in der Hand aus der Bank herauslief. Schnell sprang er in den Wagen, der kurz aufheulte und dann ohne mich zu beachten an der Haltestelle die Landstraße aus der Stadt heraus raste. Zum Verstecken wäre mir ohnehin keine Zeit mehr geblieben, als ich vollends begriff, dass es sich nur um einen Banküberfall handeln konnte. Nummernzeichen war am Fluchtwagen ja nicht montiert, das Gesicht des Mannes hatte ich zu schlecht in Erinnerung für ein Phantombild. Aber ich hatte Navitaub in meinem Team, das ich losschickte, um den Wagen zu verfolgen. Als die Polizei eintraf, erzählte ich ihr davon und dem GPS-Speicher, den mein Navitaub um den Fuß trägt. Immer wenn es zu mir zurückfindet, kann ich dann mit meinem Smartphone die Daten auslesen und auf einer Karte genau nachvollziehen, wo es wie lange war. So auch diesmal - einige Stunden später hatte die Polizei drei Männer festgenommen. Meine letzte Aufgabe war es, sie bei einer Gegenüberstellung zu identifizieren. Einer davor war eindeutig der Mann, den ich bei der Bank und schon früher einmal getroffen hatte. Und obwohl er gemeinsam mit seinen Komplizen in nächster Zeit sicher hinter Gittern zu verbringen hat, bin ich mir sicher, dass es nicht unsere letzte Begegnung war.

2. Platz

Hermine 2. Platz

Kategorie 1

Eismetans entstand bei einem fragwürdigen und unbedachten Experiment einer männlichen Forschergruppe, die ein Pokémon erschaffen wollte, welches ausschließlich stereotype männliche Eigenschaften zeigt. Aus diesem Grund wurde es als Stahl-Pokémon entworfen, wodurch Stärke, Risikobereitschaft und Konkurrenzverhalten gefördert werden sollten. Es existieren nur männliche Pokémon dieser Art, die sich untereinander nicht fortpflanzen können und für ihren Fortbestand auf Menschen angewiesen sind. Zudem zeigen Eismetans häufig assertive Aggression. Sein Name ist eine Anlehnung an das berühmten Männerbuch „Eisenhans“.

Kategorie 2

Das Naturschutzgebiet um den Schotterteich im südlichen Teil von Finovia, zählt zu den Landesteilen, die in besonderem Ausmaß von Gift-Pokémon besiedelt sind. Schlammige Felder, weit verbreitetes Gestrüpp und größtenteils dunklen Landstriche machen es für Nicht-Gift Pokémon nahezu unmöglich dort zu leben. Insbesondere die für andere Lebewesen giftigen Abgase, die von den nur dort existierenden Trostblüten abgesondert werden, bilden eine ausgezeichnete ökologische Nische für alle Arten von Gift-Pokémon. Umweltorganisationen sind darum bemüht die Gegend um den Schotterteich weiterhin vor menschlichen Eingriffen aller Art zu schützen, damit den wenigen in Finovia lebenden Gift-Pokémon ein angemessenes Umfeld angeboten werden kann. 2011 wurde der Schotterteich von der Vereinigung der Naturfreunde Finovias zur unberührtesten und natürlichsten Gegend gewählt – eine Auszeichnung, die bis jetzt nur die Vulkanlandschaft Tulvino im Nordwesten erhalten hatte.

Kategorie 3

Erdbeere, Vanille und Schoko – warum nahmen so viele Leute üblicherweise genau diese Eissorten, wo gerade die doch besonders langweilig waren? Ein seltsam anmutender Kerl mit einer noch seltsameren Uniform hatte nach unserem Helden genau diese Eissorten bestellt und war dann suchend in der Gegend herumgelaufen. Er fragte sich, wer dieser Kerl wohl war und was er eigentlich wollte, während er trotz allem vergnügt an seinem Cookie- und Raffaelo-Eis schleckte und überlegte, ob er das nächste Mal nicht Malaga und Pfefferminz probieren sollte. Die Sonne brannte auf seiner dunklen Hose, das T-Shirt klebte an seinem Oberkörper und das Eis schmolz schneller, als er sich das wünschte. Heute war eindeutig einer der heißesten Tage des Sommers und unser Held freute sich, dass er endlich von der Schule weggekommen war und sich nun auf den Weg an den nahegelegenen Weiher machen konnte. Dort wollte er ein paar seiner neuen Freunde treffen, die er in der Gegend kennengelernt hatte, mit ihnen den Tag genießen und er hatte gehört, dass in letzter Zeit sogar ein paar seltene Wasser-Pokémon am Weiher gesichtet worden waren. Während er gemütlich die Straße entlang schlenderte, nach rechts abbog und weiter Richtung Weiher ging, hört er ein bekanntes Geräusch. Zuordnen konnte er es nicht, aber er war sich ganz sicher, dass er es schon einmal irgendwo wahrgenommen hatte und diese Erinnerung war, wenn er sich nicht täuschte, keine Gute. Umso näher er kam, desto lauter wurde das Geräusch – langsam wurde ihm unheimlich. Was war denn los am Weiher? War etwas passiert? Er beschleunigte scheinen Schritt, schwitze noch mehr in seinen Klamotten und blieb dann plötzlich stehen. Das Geräusch war jetzt noch um einiges lauter. Hinzu kam ein starker Wind, der ihm die Haare zerzauste und ein paar kleine, schwache Äste von den nächstgelegenen Bäumen riss. Ein kleiner Ast verfehlte ihn knapp und ein seltsames Gefühl breitete sich in ihm aus. Ein Schauer lief seinen Rücken hinab, er verstecke sich hinter einer kleinen Steinmauer und spähte durch die Bäume. In diesem Augenblick tauchten aus den Baumwipfeln Rotorblätter auf, der Hubschrauber mit dem großen Buchstaben W an seiner Seite erhob sich gen Himmel und am auf der Erde unten sah er noch für einen kurzen Moment der Kerl von vorhin rennen.

3. Platz

Waldmensch 3. Platz

Kategorie 1

Forscher versuchen schon seit Jahren, die komplizierte Feinmechanik im Inneren dieses Pokémons zu enträtseln. Trainer profitieren dagegen von seinen erstaunlichen Selbstheilungskräften: Wird es im Kampf verletzt, repariert es sich selbst.

Kategorie 3

Mit einem leise gemurmelten „Danke“ nahm ich mein Eis entgegen und zog mich in den Schatten des gegenüberliegenden Hochhauses zurück. Während ich die Menschen vor der Eisdiele anstarrte, ging ich im Kopf noch einmal die letzten Aufgaben der Prüfung durch. Ich war mir so sicher gewesen, dass sie nur die älteren Generationen drannehmen würden, nicht die Finovia-Pokémon, denn die kannten wir doch sowieso schon alle. Und dann so was! Woher sollte ich denn bitteschön wissen, was der PokéDex zu diesem blöden Stahl-Pokémon bereit hielt? Und dann die letzte Aufgabe! Die hatte mir wirklich den Rest gegeben. In Erdkunde war ich schon immer schlecht gewesen.
In diesem Moment schob sich der Kopf eines Mädchens in mein Sichtfeld, das mir irgendwie bekannt vorkam. „Hey“, sagte sie, „haben wir nicht gerade bei der Prüfung nebeneinander gesessen? Wie lief’s bei dir? Ich hatte echt Glück. Finovia ist mein Spezialgebiet!“ Oh Gott. Das letzte, was ich jetzt hören wollte, war die Lösung der verdammten Aufgaben. Sollte sie mir doch wenigstens die Illusion lassen, ich hätte auch nur etwas gewusst! Aber das Mädchen war nicht zu bremsen.
„Die Pokémon aus der ersten Aufgabe hat mein Vater jahrelang erforscht. Du musst wissen, er leitet ein angesehenes Pokémon-Labor im Osten und Stahl-Typen sind sein Fachgebiet.“ Ich nickte tapfer und versuchte, durch sie hindurch zusehen. Hinter ihr schlenderte gemütlich eine Horde Grundschüler vorbei. Ein Mann, der es offenbar eilig hatte, versuchte, an ihnen vorbeizukommen, schien aber nicht den Mut zu haben, sie einfach beiseite zu schieben.
„Ich habe mein Schulpraktikum bei ihm gemacht. Man sollte meinen, Stahl-Pokemon seien total langweilig, weil sie sich in der Regel nicht so viel bewegen, aber...“ Moment! Den Kerl kannte ich doch! Vor lauter Schreck fiel mir mein Eis aus der Hand und hinterließ einen glänzenden braunen Streifen auf dem weißen Sommerkleid meiner Gesprächspartnerin.
„Oh mein Gott, pass doch auf!“, kreischte sie. Ich dachte kurz darüber nach, dass ich jetzt eigentlich einen Lappen oder zumindest ein Stück Küchentuch organisieren sollte, aber in diesem Moment bog der Schülertrupp in die Eisdiele ein und der Mann hechtete erleichtert an ihnen vorbei.
Und ich hinterher. Hinter mir hörte ich noch das Mädchen keifen, aber das war mir reichlich egal. Ich kannte ja noch nicht einmal ihren Namen. Von dem Kerl vor mir wusste ich immerhin, dass, was auch immer er mit seinen Kumpels an dem See getrieben hatte, es nicht mit rechten Dingen zu ging. Ich war jetzt dicht hinter ihm und sah ganz deutlich dieses W auf seinem Anzug, das auch schon auf dem Hubschrauber von damals geprangt hatte. Wenn ich ihn schon für nichts zur Rechenschaft ziehen konnte, wollte ich wenigstens in einem Pokémon-Kampf mehr über ihn erfahren. Meine Hand tastete schon nach dem PokéBall an meinem Gürtel. „Entschuldigung“, keuchte ich, als wir an einer roten Ampel zum Stehen kamen, „Sie sehen wie ein Trainer aus. Hätten Sie Lust auf einen kurzen Kampf?“

Natürlich musste ich mal wieder kürzen ;__; Na ja, ist auch eher "last minute" entstanden, weil ich die ganze Zeit noch was abgeben wollte, aber ständig was dazwischenkam... Also keine literarische Offenbarung ;)

Beste Werke

Kategorie 1: Waldmensch

Forscher versuchen schon seit Jahren, die komplizierte Feinmechanik im Inneren dieses Pokémons zu enträtseln. Trainer profitieren dagegen von seinen erstaunlichen Selbstheilungskräften: Wird es im Kampf verletzt, repariert es sich selbst.

Kategorie 2: Theta

Der Dschungel im Westen des Kontinents ist bekannt für seine extrem giftige Flora und Fauna. Diese Region enthält die Hauptvorkommen von Pflanze/Gift und Käfer/Gift-Pokémon der Region. Auch die Nidoran-Population an den Südhängen des Mount Finovia ist außergewöhnlich hoch. Forschungen haben ergeben, dass die Toxizität der lokalen Fauna die natürlichen Gifte dieser Pokémon zusätzlich stärkt.

Der Laubwald bietet vielen Insekten-Pokémon Schutz. Andere Pokémon lassen sich hier wegen der Vergiftungsgefahr eher selten nieder, somit sind sie vor vielen ihrer natürlichen Feinde geschützt. Dazu zählen vor allem Vogel-Pokémon, von denen hier nicht all zu viele vorzufinden sind. Versteckt unter den giftigen Ranken der Vegetation, sind die Käfer-Typen schwer zu finden. Interessierten Käfersammlern wird aus diesem Grund dringend empfohlen, den Dschungel nicht in Shorts zu erkunden.

Im Süden des Dschungels gibt es eine kleine Forschungsstation, von wo aus die wilde Natur des Gebiets erforscht wird. Dort macht man regelmäßig große Fortschritte bei der Suche nach Antitoxinen - manche Gegengifte aus dem Pokémarkt enthalten bereits einige der Sera, die dort entwickelt wurden.

Der Alptraum des Käfersammlers. :p

Kategorie 3: Waldmensch

Mit einem leise gemurmelten „Danke“ nahm ich mein Eis entgegen und zog mich in den Schatten des gegenüberliegenden Hochhauses zurück. Während ich die Menschen vor der Eisdiele anstarrte, ging ich im Kopf noch einmal die letzten Aufgaben der Prüfung durch. Ich war mir so sicher gewesen, dass sie nur die älteren Generationen drannehmen würden, nicht die Finovia-Pokémon, denn die kannten wir doch sowieso schon alle. Und dann so was! Woher sollte ich denn bitteschön wissen, was der PokéDex zu diesem blöden Stahl-Pokémon bereit hielt? Und dann die letzte Aufgabe! Die hatte mir wirklich den Rest gegeben. In Erdkunde war ich schon immer schlecht gewesen.
In diesem Moment schob sich der Kopf eines Mädchens in mein Sichtfeld, das mir irgendwie bekannt vorkam. „Hey“, sagte sie, „haben wir nicht gerade bei der Prüfung nebeneinander gesessen? Wie lief’s bei dir? Ich hatte echt Glück. Finovia ist mein Spezialgebiet!“ Oh Gott. Das letzte, was ich jetzt hören wollte, war die Lösung der verdammten Aufgaben. Sollte sie mir doch wenigstens die Illusion lassen, ich hätte auch nur etwas gewusst! Aber das Mädchen war nicht zu bremsen.
„Die Pokémon aus der ersten Aufgabe hat mein Vater jahrelang erforscht. Du musst wissen, er leitet ein angesehenes Pokémon-Labor im Osten und Stahl-Typen sind sein Fachgebiet.“ Ich nickte tapfer und versuchte, durch sie hindurch zusehen. Hinter ihr schlenderte gemütlich eine Horde Grundschüler vorbei. Ein Mann, der es offenbar eilig hatte, versuchte, an ihnen vorbeizukommen, schien aber nicht den Mut zu haben, sie einfach beiseite zu schieben.
„Ich habe mein Schulpraktikum bei ihm gemacht. Man sollte meinen, Stahl-Pokemon seien total langweilig, weil sie sich in der Regel nicht so viel bewegen, aber...“ Moment! Den Kerl kannte ich doch! Vor lauter Schreck fiel mir mein Eis aus der Hand und hinterließ einen glänzenden braunen Streifen auf dem weißen Sommerkleid meiner Gesprächspartnerin.
„Oh mein Gott, pass doch auf!“, kreischte sie. Ich dachte kurz darüber nach, dass ich jetzt eigentlich einen Lappen oder zumindest ein Stück Küchentuch organisieren sollte, aber in diesem Moment bog der Schülertrupp in die Eisdiele ein und der Mann hechtete erleichtert an ihnen vorbei.
Und ich hinterher. Hinter mir hörte ich noch das Mädchen keifen, aber das war mir reichlich egal. Ich kannte ja noch nicht einmal ihren Namen. Von dem Kerl vor mir wusste ich immerhin, dass, was auch immer er mit seinen Kumpels an dem See getrieben hatte, es nicht mit rechten Dingen zu ging. Ich war jetzt dicht hinter ihm und sah ganz deutlich dieses W auf seinem Anzug, das auch schon auf dem Hubschrauber von damals geprangt hatte. Wenn ich ihn schon für nichts zur Rechenschaft ziehen konnte, wollte ich wenigstens in einem Pokémon-Kampf mehr über ihn erfahren. Meine Hand tastete schon nach dem PokéBall an meinem Gürtel. „Entschuldigung“, keuchte ich, als wir an einer roten Ampel zum Stehen kamen, „Sie sehen wie ein Trainer aus. Hätten Sie Lust auf einen kurzen Kampf?“

Natürlich musste ich mal wieder kürzen ;__; Na ja, ist auch eher "last minute" entstanden, weil ich die ganze Zeit noch was abgeben wollte, aber ständig was dazwischenkam... Also keine literarische Offenbarung ;)

Gesamttabelle

Du kannst die Tabelle sortieren, indem du auf die Überschrift einer Spalte klickst.

Platz Teilnehmer Abgaben Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3 Gesamtpunkte HOF-Punkte
1. Martin 3 37 36 34 107 8
2. Hermine 3 37 32 34 103 6
3. Waldmensch 2 42 37 79 4
4. Theta 2 37 36 73 3
5. Impolea09 3 26 23 22 71 2
5. Third Eye 2 35 36 71 2
7. Solstice 2 35 28 63 0
8. Azurdrache 1 36 36 0

Kategorie 1

Pokélogie

Unsern Helden verschlägt es in eine größere Stadt, in welcher sich auch die Pokémon-Schule befindet!  Von einer Gruppe Studenten bekommt er den letzten Test vorgezeigt. Erstes Gebiet: Pokélogie.  Es geht um Pokédexeinträge, die die Schüler auswendig lernen sollten.

Schreibe einen Pokédexeintrag für ein frei erfundenes Stahlpokémon.  Schreibe maximal 75 Wörter

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Forscher versuchen schon seit Jahren, die komplizierte Feinmechanik im Inneren dieses Pokémons zu enträtseln. Trainer profitieren dagegen von seinen erstaunlichen Selbstheilungskräften: Wird es im Kampf verletzt, repariert es sich selbst.

Ferribellung: Lange Zeit dachte man, dass dieses hundeartige Pokemon unverwundbar sei. Doch ähnlich wie Achilles an der Ferse kann es mit brennenden Pfeilen besiegt werden, die in die Atemlöcher seines Panzers geschossen werden.

Name: Ferrum (Eisen) + Bellen (-> Hund) + Nibelungen (Sage)

Eismetans entstand bei einem fragwürdigen und unbedachten Experiment einer männlichen Forschergruppe, die ein Pokémon erschaffen wollte, welches ausschließlich stereotype männliche Eigenschaften zeigt. Aus diesem Grund wurde es als Stahl-Pokémon entworfen, wodurch Stärke, Risikobereitschaft und Konkurrenzverhalten gefördert werden sollten. Es existieren nur männliche Pokémon dieser Art, die sich untereinander nicht fortpflanzen können und für ihren Fortbestand auf Menschen angewiesen sind. Zudem zeigen Eismetans häufig assertive Aggression. Sein Name ist eine Anlehnung an das berühmten Männerbuch „Eisenhans“.

Rorum. Das Schrott-Pokemon. Rorum hält sich meistens auf Schrottplätzen auf und bastelt sich aus Metallstücken kleine Figuren. Wenn es angegriffen wird, kann es diese Metallstücke aber auch zur Verteidigung nutzen und als Geschosse abfeuern.

Ro-Rost und -um von verschiedenen Chemischen Elementen. Kreativ, ich weiß. xD

...- Das "Spiegelglatt"-Pokémon. Der Körper dieses Pokémon ist komplett von einem glänzenden Panzer überzogen, der so glatt ist, das jede Art von Angriff von ihm abrutscht. Seine einzige ungepanzerte Stelle ist das Gesicht, welches es deshalb ständig versteckt um es zu schützen.

Venothon; Größe 0,2 m; Gewicht 0,3kg Ein instinktgesteuertes Pokemon mit äußerst begrenzter Intelligenz. Obwohl es Probleme hat, Gegner zu überwältigen, jagt es allein - zum Rudelangriff fehlt ihm die nötige Intelligenz. Nimmt es eine Bewegung wahr, so schnellt es in ihre Richtung und verbeißt sich bis zum bitteren Ende in der vermeintlichen Beute. Dabei handelt es sich ab und zu auch um Artgenossen, die jedoch gegen das recht starke Gift immun sind.

Venom (engl. Gift) + Python. Ist an die beschreibung in den Morbus-Sümpfen angelehnt. Entwicklung könnte zu Venoconda erfolgen.

Steelclaw: Wenn es angegriffen wird, haben seine Gegner keine Chance, da sein Ganzkörperpanzer unzerstörbar ist. Es greift mit seinen Messer scharfen Klauen an. Es ist in den Begen zufinden, wo es mit anderen gemeinsam zusammen in einer Herde lebt.

Kategorie 2

Geographie

Nachdem unser Held mit Hängen und Würgen die ersten Aufgaben des Gebietes Pokélogie gelöst hat, folgte nun die Geographie Finnovas. "Beschreibe das Gebiet Finnovas in welchem vorherrschend und bevorzugt Gift-Pokémon leben." Hm.                                      Beschreibe jenes Gebiet in maximal 250 Wörtern.

Der Dschungel im Westen des Kontinents ist bekannt für seine extrem giftige Flora und Fauna. Diese Region enthält die Hauptvorkommen von Pflanze/Gift und Käfer/Gift-Pokémon der Region. Auch die Nidoran-Population an den Südhängen des Mount Finovia ist außergewöhnlich hoch. Forschungen haben ergeben, dass die Toxizität der lokalen Fauna die natürlichen Gifte dieser Pokémon zusätzlich stärkt. Der Laubwald bietet vielen Insekten-Pokémon Schutz. Andere Pokémon lassen sich hier wegen der Vergiftungsgefahr eher selten nieder, somit sind sie vor vielen ihrer natürlichen Feinde geschützt. Dazu zählen vor allem Vogel-Pokémon, von denen hier nicht all zu viele vorzufinden sind. Versteckt unter den giftigen Ranken der Vegetation, sind die Käfer-Typen schwer zu finden. Interessierten Käfersammlern wird aus diesem Grund dringend empfohlen, den Dschungel nicht in Shorts zu erkunden. Im Süden des Dschungels gibt es eine kleine Forschungsstation, von wo aus die wilde Natur des Gebiets erforscht wird. Dort macht man regelmäßig große Fortschritte bei der Suche nach Antitoxinen - manche Gegengifte aus dem Pokémarkt enthalten bereits einige der Sera, die dort entwickelt wurden.

Der Alptraum des Käfersammlers. :p

Text an einer Tafel der Touristeninformation der Morbus-Sümpfe: "Im Zentrum Finovias befinden sich die Morbus-Sümpfe. Aufgrund der relativen Nähe zum Meer und der Begrenzung durch die Berge im Süden beträgt die Luftfeuchtigkeit in diesem Gebiet fast immer 100%, weshalb sich häufig Nebel bilden. Die hochgewachsenen Bäume in den Sümpfen stehen stellenweise so dicht, dass kaum mehr Licht zum Boden gelangt. Doch in dieser unwirtlich anmutenden Gegend findet sich Leben in allen möglichen Formen. Die Sümpfe sind Herberge unzähliger verschiedener Pokemon-Spezies, besonders häufig sind Wasser-, Käfer- und Gift-Pokemon vertreten. Viele der hier lebenden Pokemon schätzen die schlechten Sichtverhältnisse, um mit ihrem Hintergrund zu verschmelzen und so ihrer Beute aufzulauern. Sie sind bereits einigen Wanderern und Touristen zum Verhängnis geworden, weshalb dringend empfohlen wird, das Gebiet nur im Beisein eines Rangers zu betreten. In jedem Fall tragen Sie lange Kleidung, um zu verhindern, dass im Gras lebende Käfer und Spinnentiere zu schnell Hautkontakt zu Ihnen herstellen. Festes Schuhwerk schützt Sie gegen Angriffe von kleinen schlangenartigen Pokemon, die sich lautlos anschlängeln und sich in einer Kurzschlussreaktion in alles verbeißen, was sich bewegt. Weiterhin ist auch ein Netz um den Kopf nützlich, da es einige baumbewohnende Arten gibt, die sich beim Anblick ihrer Beute einfach auf sie fallen lassen. Schlussendlich ist es optimal für Ihre eigene Sicherheit, wenn Sie die Region nur tagsüber betreten. So gehen Sie den großen, klauenbewehrten Raubtieren aus dem Weg, die nur nachts auf die Jagd gehen."

In den 80er-Jahren erlebte die Industrie von Finnova eine Blütephase. In einer abgelegenen Region entstand ein riesiger Gewerbepark mit Produktionsanlagen, um die gesteigerte Konsumnachfrage in allen Handelssparten abdecken zu können. Durch große Konkurrenz und ständigem Preisdruck kam es aber bald zu einer Wirtschaftskrise. Die meisten Hersteller ließen ihre Fabriken nicht mehr regelmäßig warten und nahmen Sicherheitsrisiken zugunsten des Gewinns in Kauf. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kam es zur Explosion eines Kessels und zum Austritt einer gigantischen Menge hochgiftiger Chemikalien in die Atmosphäre. Die freigesetzte Wolke verbreitete sich noch Kilometer, bis das Unglück unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 3000 Hektar Land verseucht. Die anschließend eingesetzte Untersuchungskommission fand heraus, dass bereits davor jahrelang giftige Abwässer in das Grundwasser versickert waren und in Folge dessen wurde von der Politik beschlossen, das Gebiet abzusiedeln und zum Sperrgebiet zu erklären. Unter und um gefährliche Fabriken herum wurden Wannen und Mäntel aus Stahlbeton gebaut. Seitdem ist das Gebiet von Menschen unbewohnt. Zahlreiche Gift-Pokémon, die davor von Menschen aus Ekel vertrieben und getötet wurden, haben dort eine Heimat gefunden. Nicht zuletzt deshalb wird inzwischen darauf verzichtet, dieses Gebiet zu sanieren, um den gefährdeten, aber nicht gefährlichen Arten einen Lebensraum zu bieten. Auch künstlerisch bieten sich tolle Bilder von der Landschaft, zu den Highlights zählen die mit Schlingpflanzen überwucherten Verwaltungsgebäude und bunt gefärbte Seen. Ein Kunstprojekt im letzten Jahr hat damit begonnen, die Betonmäntel der Fabriken durch Anbauten wie Pokémon-Figuren zu gestalten. So kann man Pikachu bereits aus dem Weltall erkennen.

Das Naturschutzgebiet um den Schotterteich im südlichen Teil von Finovia, zählt zu den Landesteilen, die in besonderem Ausmaß von Gift-Pokémon besiedelt sind. Schlammige Felder, weit verbreitetes Gestrüpp und größtenteils dunklen Landstriche machen es für Nicht-Gift Pokémon nahezu unmöglich dort zu leben. Insbesondere die für andere Lebewesen giftigen Abgase, die von den nur dort existierenden Trostblüten abgesondert werden, bilden eine ausgezeichnete ökologische Nische für alle Arten von Gift-Pokémon. Umweltorganisationen sind darum bemüht die Gegend um den Schotterteich weiterhin vor menschlichen Eingriffen aller Art zu schützen, damit den wenigen in Finovia lebenden Gift-Pokémon ein angemessenes Umfeld angeboten werden kann. 2011 wurde der Schotterteich von der Vereinigung der Naturfreunde Finovias zur unberührtesten und natürlichsten Gegend gewählt – eine Auszeichnung, die bis jetzt nur die Vulkanlandschaft Tulvino im Nordwesten erhalten hatte.

Ein beißend scharfer Geruch liegt in der Luft über dieser Ebene, sodass das Atmen hier schwerfällt. Die Gase die überall aufsteigen, bleiben in dichten Schwaden über dem Boden hängen, man kann kaum die eigene Hand vor Augen sehen. Auch der Boden ist nicht sehr gastfreundlich: Er ist an manchen Stellen von ein stechend riechenden Flüssigkeit bedeckt, die, wenn man länger auf der Stelle stehen bleibt, beginnt die Schuhsohlen anzugreifen und langsam wegzuätzen. Die Gase halten das Sonnenlicht vom Boden fern, sodass es hier ungewöhlich kalt ist; was auch gut so ist, denn die Säure auf dem Boden ist leicht entflammbar. Immer wieder, sind dort wo die Gase sich verzogen haben und die Sonne ungeschützt auf den Boden trifft, kleine Explosionen zu hören. An Tagen an denen Regen droht ist das gesamte Gebiet gesperrt, da niemand mutig genug ist um herauszufinden, was wohl passiert wenn sich die giftigen Nebel mit dem Regen vermischen. Alles in allem ein Ort, wo sich niemand freiwillig aufhält.

Diese Landschaft ist voll mit giftigen Sümpfen. Ohne die Gift-Pokemon die dort leben, währe die ganze Sumpflandschaft ausgestorben, da sich sonst jedes Pokemon davon fern hält. Die Gift- Pokemon fühlen sich dort aufgrund der stinkenden Abgase sehr wohl. Wenn man diese Gerüche einatmet fällt man sofort in Ohnmacht, deshalb hüten sich die meisten vor diesem Gebiet und nehmen einen Umweg. Die Wissenschaftler vemuten, dass wenn der Sumpf verschwunden wäre es wahrscheinlich keine Gift-Pokemon in der Region mehr geben würde.

Kategorie 3

Die schon wieder!

Unserem Helden raucht der Kopf, und er kauft sich erstmal ein Eis. Er läuft etwas durch die Stadt, als ihm der Typ auffällt, der aussah wie einer von den Kerlen die er letztens schon gesehen hatte! Auf seiner Uniform prangt ein großes W, und er scheint etwas zu suchen...                                                                                             

Schreibe maximal 500 Wörter über die nächste Begegnung unseres Helden mit der bösen Organisation. Ob ein Gespräch mit der Organisation den Inhalt deines textes bestimmt, oder ob unser Held sie nur belauscht, oder noch etwas anderes ist ganz dir überlassen.

Mit einem leise gemurmelten „Danke“ nahm ich mein Eis entgegen und zog mich in den Schatten des gegenüberliegenden Hochhauses zurück. Während ich die Menschen vor der Eisdiele anstarrte, ging ich im Kopf noch einmal die letzten Aufgaben der Prüfung durch. Ich war mir so sicher gewesen, dass sie nur die älteren Generationen drannehmen würden, nicht die Finovia-Pokémon, denn die kannten wir doch sowieso schon alle. Und dann so was! Woher sollte ich denn bitteschön wissen, was der PokéDex zu diesem blöden Stahl-Pokémon bereit hielt? Und dann die letzte Aufgabe! Die hatte mir wirklich den Rest gegeben. In Erdkunde war ich schon immer schlecht gewesen. In diesem Moment schob sich der Kopf eines Mädchens in mein Sichtfeld, das mir irgendwie bekannt vorkam. „Hey“, sagte sie, „haben wir nicht gerade bei der Prüfung nebeneinander gesessen? Wie lief’s bei dir? Ich hatte echt Glück. Finovia ist mein Spezialgebiet!“ Oh Gott. Das letzte, was ich jetzt hören wollte, war die Lösung der verdammten Aufgaben. Sollte sie mir doch wenigstens die Illusion lassen, ich hätte auch nur etwas gewusst! Aber das Mädchen war nicht zu bremsen. „Die Pokémon aus der ersten Aufgabe hat mein Vater jahrelang erforscht. Du musst wissen, er leitet ein angesehenes Pokémon-Labor im Osten und Stahl-Typen sind sein Fachgebiet.“ Ich nickte tapfer und versuchte, durch sie hindurch zusehen. Hinter ihr schlenderte gemütlich eine Horde Grundschüler vorbei. Ein Mann, der es offenbar eilig hatte, versuchte, an ihnen vorbeizukommen, schien aber nicht den Mut zu haben, sie einfach beiseite zu schieben. „Ich habe mein Schulpraktikum bei ihm gemacht. Man sollte meinen, Stahl-Pokemon seien total langweilig, weil sie sich in der Regel nicht so viel bewegen, aber...“ Moment! Den Kerl kannte ich doch! Vor lauter Schreck fiel mir mein Eis aus der Hand und hinterließ einen glänzenden braunen Streifen auf dem weißen Sommerkleid meiner Gesprächspartnerin. „Oh mein Gott, pass doch auf!“, kreischte sie. Ich dachte kurz darüber nach, dass ich jetzt eigentlich einen Lappen oder zumindest ein Stück Küchentuch organisieren sollte, aber in diesem Moment bog der Schülertrupp in die Eisdiele ein und der Mann hechtete erleichtert an ihnen vorbei. Und ich hinterher. Hinter mir hörte ich noch das Mädchen keifen, aber das war mir reichlich egal. Ich kannte ja noch nicht einmal ihren Namen. Von dem Kerl vor mir wusste ich immerhin, dass, was auch immer er mit seinen Kumpels an dem See getrieben hatte, es nicht mit rechten Dingen zu ging. Ich war jetzt dicht hinter ihm und sah ganz deutlich dieses W auf seinem Anzug, das auch schon auf dem Hubschrauber von damals geprangt hatte. Wenn ich ihn schon für nichts zur Rechenschaft ziehen konnte, wollte ich wenigstens in einem Pokémon-Kampf mehr über ihn erfahren. Meine Hand tastete schon nach dem PokéBall an meinem Gürtel. „Entschuldigung“, keuchte ich, als wir an einer roten Ampel zum Stehen kamen, „Sie sehen wie ein Trainer aus. Hätten Sie Lust auf einen kurzen Kampf?“

Natürlich musste ich mal wieder kürzen ;__; Na ja, ist auch eher "last minute" entstanden, weil ich die ganze Zeit noch was abgeben wollte, aber ständig was dazwischenkam... Also keine literarische Offenbarung ;)

Ich wanderte mit Linara ziellos durch die Fußgängerzone, schaute mir die Gegend an. Ich war noch nicht oft hier gewesen, deshalb wollte ich sehen, was solch eine große Stadt alles zu bieten hat. Dabei kam ich an großen Plätzen mit prächtigen Statuen vorbei, die von der Geschichte der Stadt erzählten. Naja, ich bin kein großer Geschichtsfan, deshalb lief ich die Straße hinunter ins Trainerviertel. Einige sehr seltsame Gestalten kamen mir da entgegen, Trainer mit Pokémon, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Die Gebäude waren zweistöckig, dicht aneinander gedrängt und in bunten Farben gestrichen. Es gab hier sehr viele Läden, vom herkömmlichen Pokémarkt über Drogerien zu dubiosen Läden, die unidentifizierbare Produkte feilboten. Es war einer dieser Läden, an dem ich vorbeischlenderte, als ich diesen Typ sah. Mitte dreißig, grob gebaut. Er trug eine dieser W-Uniformen, die mir schon mal begegnet waren. Was er hier wollte, wusste ich nicht, aber er war offensichtlich in ein Gespräch mit dem Ladeninhaber vertieft. Ich duckte mich hinter einer dieser Kisten und lauschte ihrem Gespräch. "Wann kommt die nächste Lieferung?", knurrte der Rüpel. "Wir brauchen Nachschub für die nächste Aktion. Befehl von oben." Der Ladenbesitzer, offenbar ein Bekannter des Uniformierten, schüttelte den Kopf. "Der nächste Satz kommt erst Montag. Ich kann da nichts machen. Meine Lieferanten haben nur begrenzte Kapazitäten." Anscheinend war der seltsame Typ mit der Antwort nicht zufrieden, denn er drehte sich um und lief unruhig durch den Raum. "Wir brauchen diese Bälle. Wir brauchen sie dringend. Mein Chef macht mir die Hölle heiß, wenn es keinen Nachschub gibt." Er wies mit seinem Finger auf den Händler. "Und Dir wird er auch Ärger machen. Denk nicht, Du kannst Dich da raus aalen. Vertrag ist Vertrag." Der Fiesling wandte sich schließlich zum Gehen, als er mich entdeckte. "Na gut, wollen wir mal hoffen - hey! " Als er zu zetern begann, rannte ich bereits wieder die Straße hinauf.

Ich stapfte wieder einmal durch die Straßen Finnovas, nicht weit vom Stadtrand entfernt. Eigentlich wollte ich schon wieder umdrehen, doch aus einiger Entfernung sah ich einen schwarzen Wagen, der am Straßenrand stand und durch ein scheinbar fehlendes Kennzeichen meine Neugier weckte. Also ging ich noch weiter und versuchte unauffällig durch die Scheiben zu blicken, doch dafür waren sie zu sehr getönt. Trotzdem war ich mir ziemlich sicher, dass ich einen Schatten am Steuer erkennen konnte und auch der Motor lief am Stand. Langsam spürte ich meine Füße schmerzen und beschloß deshalb zur Bushaltestelle zu gehen. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer Bank vorbei, in die gerade ein dunkel gekleiderter Mann durch die Tür ging. Ich bildete mir noch ein, dass ich das Gesicht schon einmal gesehen hatte und beim Hinterherdrehen konnte ich aus den Augenwinkeln noch ein W erkennen. Doch längst war ich zu müde und unmotiviert, um mir weiter Gedanken darüber zu machen. Die Bushaltestelle war schon in Sicht und eine ganz andere Bank viel interessanter: die Sitzbank. Wie am frühen Abend üblich, waren die Intervalle schon etwas ausgedünnt und es sollte noch 15 Minuten bis zum Eintreffen des Bus dauern. Etwas verträumt starrte ich in die Ferne, der Blick schweifte mal hier und mal dort hin. In die Beschaulichkeit der Landschaft mischte sich ein Motorengeräusch, doch es war nicht der erwartete Bus, sondern der schwarze Wagen. Langsam rollte er los, während der Mann mit dem W und jetzt auch noch einem Sack in der Hand aus der Bank herauslief. Schnell sprang er in den Wagen, der kurz aufheulte und dann ohne mich zu beachten an der Haltestelle die Landstraße aus der Stadt heraus raste. Zum Verstecken wäre mir ohnehin keine Zeit mehr geblieben, als ich vollends begriff, dass es sich nur um einen Banküberfall handeln konnte. Nummernzeichen war am Fluchtwagen ja nicht montiert, das Gesicht des Mannes hatte ich zu schlecht in Erinnerung für ein Phantombild. Aber ich hatte Navitaub in meinem Team, das ich losschickte, um den Wagen zu verfolgen. Als die Polizei eintraf, erzählte ich ihr davon und dem GPS-Speicher, den mein Navitaub um den Fuß trägt. Immer wenn es zu mir zurückfindet, kann ich dann mit meinem Smartphone die Daten auslesen und auf einer Karte genau nachvollziehen, wo es wie lange war. So auch diesmal - einige Stunden später hatte die Polizei drei Männer festgenommen. Meine letzte Aufgabe war es, sie bei einer Gegenüberstellung zu identifizieren. Einer davor war eindeutig der Mann, den ich bei der Bank und schon früher einmal getroffen hatte. Und obwohl er gemeinsam mit seinen Komplizen in nächster Zeit sicher hinter Gittern zu verbringen hat, bin ich mir sicher, dass es nicht unsere letzte Begegnung war.

Erdbeere, Vanille und Schoko – warum nahmen so viele Leute üblicherweise genau diese Eissorten, wo gerade die doch besonders langweilig waren? Ein seltsam anmutender Kerl mit einer noch seltsameren Uniform hatte nach unserem Helden genau diese Eissorten bestellt und war dann suchend in der Gegend herumgelaufen. Er fragte sich, wer dieser Kerl wohl war und was er eigentlich wollte, während er trotz allem vergnügt an seinem Cookie- und Raffaelo-Eis schleckte und überlegte, ob er das nächste Mal nicht Malaga und Pfefferminz probieren sollte. Die Sonne brannte auf seiner dunklen Hose, das T-Shirt klebte an seinem Oberkörper und das Eis schmolz schneller, als er sich das wünschte. Heute war eindeutig einer der heißesten Tage des Sommers und unser Held freute sich, dass er endlich von der Schule weggekommen war und sich nun auf den Weg an den nahegelegenen Weiher machen konnte. Dort wollte er ein paar seiner neuen Freunde treffen, die er in der Gegend kennengelernt hatte, mit ihnen den Tag genießen und er hatte gehört, dass in letzter Zeit sogar ein paar seltene Wasser-Pokémon am Weiher gesichtet worden waren. Während er gemütlich die Straße entlang schlenderte, nach rechts abbog und weiter Richtung Weiher ging, hört er ein bekanntes Geräusch. Zuordnen konnte er es nicht, aber er war sich ganz sicher, dass er es schon einmal irgendwo wahrgenommen hatte und diese Erinnerung war, wenn er sich nicht täuschte, keine Gute. Umso näher er kam, desto lauter wurde das Geräusch – langsam wurde ihm unheimlich. Was war denn los am Weiher? War etwas passiert? Er beschleunigte scheinen Schritt, schwitze noch mehr in seinen Klamotten und blieb dann plötzlich stehen. Das Geräusch war jetzt noch um einiges lauter. Hinzu kam ein starker Wind, der ihm die Haare zerzauste und ein paar kleine, schwache Äste von den nächstgelegenen Bäumen riss. Ein kleiner Ast verfehlte ihn knapp und ein seltsames Gefühl breitete sich in ihm aus. Ein Schauer lief seinen Rücken hinab, er verstecke sich hinter einer kleinen Steinmauer und spähte durch die Bäume. In diesem Augenblick tauchten aus den Baumwipfeln Rotorblätter auf, der Hubschrauber mit dem großen Buchstaben W an seiner Seite erhob sich gen Himmel und am auf der Erde unten sah er noch für einen kurzen Moment der Kerl von vorhin rennen.

Als ich um die Ecke bog viel mir sofort ein Typ ins Auge, der eine Uniform trug worauf ein großes W abgedruckt war, den ich irgendwo schon einmal gesehen hatte. Langsam schlich ich mich wieder hinter die Ecke. Woher kannte ich diesen misteryösen Typen? Plötzlich viel es mir wie Schuppen von den Augen. Er war einer von denen, die ich damals am See beobachtet hatte. Meine Hände fingen vor Aufregung an zu zittern. Er machte den Eindruck wie als würde er etwas suchen. Ich zuckte zusammen als ich etwas klingeln hörte. Der Mann nahm etwas aus seiner Tasche was ich nicht sehen konnte. ,, Oh, ähm.. Hallo Chef... Nein, ich konnte es ihnen noch nicht besorgen aber....., Chef sie müssen nicht so schreien, ich-ich....., Ja ich werde sofort in die Zentrale zurück kehren. Auf wiedersehen“, hörte ich ihn reden. Er nahm das, was er sich vorhind an sein Ohr gehalten hatte und warf es gegen ein Haus. Mein Eis fiel mir vor Schreck hinunter. Der Typ ging sofort los. Ich beschloss ihm zufolgen, um heraus zufinden wohin er ging. Er lief quer durch die Stadt und ich hatte große Schwierigkeiten ihm im Auge zu behalten. Außerdem erschwärte das ganze auch noch ,dass heute viele Menschen auf den Straßen unterwegs waren, wegen des Sommerfests. Das Pech schien mich auf einmal zu verfolgen denn plötzlich rannte eine Frau mich um. Ich viel auf meine Hand und sie begann anzuschwelen. Ich richtete mich allerdings schnell wieder auf um dem Mann weiter zuverfolgen, doch ich konnte ihn nicht mehr entdecken. Ich hatte ihn verloren und mir wahrscheinlich auch noch die Hand geprellt. Das war bestimmt nicht mein schönster Tag gewesen.